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KIRCHE REPPICHAU

2018

Kirche Reppichau - Wasser in der Liturgie - das Symbol setzt Bedeutung frei Maßnahmen zur liturgisch – funktionalen Neuordnung und Ausbildung einer einheitlichen architektonischen Gesamtidee

+ Erweiterung der Zentralempore nach Osten und Optimierung des Raumangebotes der Winterkirche für mannigfaltige Nutzungsmöglichkeiten; Einbau bodentiefer Verglasung als verbindendes Element zum Kircheninnenraum; Umbau und Einbau der Emporentreppe zur Verbesserung der Funktionalität. Die Winterkirche wird besser belichtet, da beide Kirchenschifffenster vollständig erlebbar werden.


+ Neuaufstellung des Taufsteins in die    Hauptachse des Kirchenraumes (näher zum Westeingang und im Kreuzungspunkt zum Nordzugang), erinnert dort den Eintretenden an die errettende und Sünden vergebende Kraft der Taufe und wir gleichzeitig Umlenkpunkt des seitlichen Eintritts in die Kirche.


+ Angemessene Überarbeitung von Prinzipalstücken (Kanzel) und deren Ergänzung (Wiedererrichtung eines Schalldeckels) zur Vervollständigung bzw. Wiederherstellung der Raumkomposition – point de vue in der Hauptachse.


+ Einbau von zunächst 4 neu gestalteter Kirchenschifffenstern der Künstlerin Annegrete Riebesel zur Belebung der Kirche durch neue Kunst, als Teil eines architektonischen Gesamtensembles Kircheninnenraum.


+ Ersatz der Bankreihen durch eine neue zeitlose Kirchenbestuhlung zur Schaffung von Beweglichkeit für flexible Nutzungen, die aber dennoch die Schaffung von Bankreihen für gottesdienstliche Zusammenkünfte ermöglicht.


+ Schaffung und Neuaufstellung eines beweglichen Ambos für gottesdienstliche Lesungen und Predigten an der Nordostseite. Die Neugestaltung eines Osterleuchters sollte in gleicher Art und Ausführung erfolgen und sein Standort die symmetrische Ensemblebildung mit Ambo, Kanzel und Abendmahltisch fördern.


+ Raumachsenbildende und gliedernde Neugestaltung des flachgedeckten Kirchenschiffes in plastischer und malerischer Art i.V.m. einer ruhigen und warmen sowie hellen und klar zonierten farblichen Raumfassung (Wand, Decke, Empore, Orgel) die eine Einheit mit den überkommenen sowie den neugestalteten Fenstern und der Deckengestaltung bildet und so insgesamt eine würdevolle und strahlende Eleganz des Kirchenraumes entfaltet. Die Gestaltung der Decke nimmt Bezug auf die Raumkomposition und setzt das Thema Wasser in Liturgie gestalterisch um. Das Motiv des Wassers breitet sich wellenartig beginnend am Taufstein – dem Ort der Taufe als dem Entscheidenden des einzelnen Christen – über dem gesamten Kirchenraum aus. Die Welle transportiert Energie und kann sich im Kirchenraum gewissermaßen mit anderen Wellen

(Schall – Musik und Licht – Sonne) überlagern und vermittelt so den Nutzern und Besuchern ein wohltuendes räumliches Gesamtgefühl.


+ Mit der Instandsetzung der Außenhülle soll neben der Beseitigung der Schadbilder eine einheitliche und homogene Gestaltung mit ruhiger und würdevoller Eleganz erzielt werden. Das stark zergliederte Fassadenbild des Turmmauerwerkes soll eine Neuverfugung i. V. m. einer dünnen schützenden steinsichtigen Außenputzschlämme erhalten, mit dem Ziel ein einheitliches Bild zu schaffen, bei dem sich aber dennoch die Lebensspuren erahnen lassen. Zur Harmonisierung des Gesamtbildes der Außenansicht der Kirche soll in einem weiteren Schritt auch die neuzeitliche und artfremde Putzstruktur des Kirchenschiffes eine adäquate Überarbeitung erfahren.